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  • 16. Mai 2012
    Berlin

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Freunde

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MC Rene

 

  • Verfasst von Michael Nast

Großstadtkolumne | "Is so! Is einfach so!“

Am Freitagabend hat mir die Tagesschausprecherin Judith Rakers drei Stunden lang erzählt, dass Saufen und Journalismus einfach zusammengehören. Natürlich nicht ausschließlich, aber sie sprach es immer mal wieder an. Judith Rakers sah wunderschön aus. So wunderschön, dass ich ihr alles geglaubt hätte. Ich hätte ihr das gern mit einem Blick zu verstehen gegeben, allerdings war ich mir nicht sicher, ob sie es bemerkt hätte.

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  • Verfasst von Michael Nast

Interview mit Michael Nast @ radio eins | Mai 2012

 

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Dienstagabend, Bahnhof Friedrichstraße...

Frederick Lau stellt überrascht fest, wie attraktiv lesende Männer für Passantinnen auf der Friedrichstraße so sein können... ;)

 
  • Verfasst von Michael Nast

Großstadtkolumne | Die "Single Frauen ab dreißig"-Problematik

Manchmal werden wir von Momenten überrascht, die unser Leben verändern können. Für immer. Und auch der Moment, der mein Leben ändern konnte, überraschte mich sehr unerwartet. An einem Ort, an dem ich so etwas nun wirklich nicht vermutet hatte.

Ich hatte meinen Bekannten Christoph auf ein Geburtstagsfest in einer wunderschönen Altbauwohnung am Savignyplatz begleitet – ein Geburtstagsfest mit der Betonung auf Fest. Und in den Gesprächen, die ich bisher geführt hatte, konnte ich den Unterschied zwischen einem Fest und einer Party schon ziemlich gut auf mich wirken lassen.

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"Tschüß, Adam" | Adam Yauch von den Beastie Boys ist gestorben

Einige der coolsten Momente meines Lebens habe ich mit den Beastie Boys verbracht. Beispielsweise habe ich zu dem Song Fight for your right zum ersten Mal Pogo getanzt, zumindest habe ich das damals allen erzählt. Eigentlich war es Thunderstruck von AC/DC, aber die Beastie Boys hatten irgendwie besser gepasst, wie ich fand. Und vielleicht beschreibt das meine Beziehung zu der Band ja am besten. 

Damals war ich fünfzehn, und vielleicht waren das die Helden, die man in dem Alter braucht. Helden, zu denen man nicht aufblicken musste, weil sie auf Augenhöhe waren. Und Adam Yauch war der coolste von ihnen.

Check your Head war die Platte der Beastie Boys, mit der ich die meiste Zeit meines Lebens verbracht habe. Die Platte, mit der sich die Band neu erfunden hatte, mit der sie irgendwie erwachsen geworden sind. Und auch das hatte gepasst, denn jetzt war ich mir sicher, dass es die Helden waren, die ich brauchte. Wir wurden älter. Ende der Neunziger Jahre verloren wir uns aus den Augen. Das Kapitel Beastie Boys schien abgeschlossen zu sein. Zumindest nahm ich das an. 

Als ich gestern gestern Abend mit einigen Freunden in einer Bar in Berlin-Mitte saß, schickte mir ein Freund eine SMS, in der stand, dass Adam Yauch gestorben ist. MCA war tot. Er starb an Krebs. Mit 47 Jahren. Ich las die Nachricht ein paar Mal. Dann sagte ich meinen Freunden, dass ich mal kurz zum Geldautomaten musste. Ich brauchte wohl einige Zeit für mich.

Ich lief durch die belebte Berliner Mitte, blickte in lachende Gesichter und hatte ein Gefühl, das schwer zu beschrieben ist. Ich fühlte mich irgendwie außerhalb, irgendwie neben Zeit, was weiß ich. Es war merkwürdig, dass mir Adam Yauchs Tod so nah ging. Vielleicht weil ich in zehn Jahren so alt sein werde wie er es geworden ist. Vielleicht weil der Name MCA mit einem Gefühl verbunden ist, das ich mit siebzehn oft hatte, und das ich heute hin und wieder vermisse. Vielleicht weil ich spürte, dass unser Kapitel erst jetzt abgeschlossen war. 

Unwiderruflich.

Tschüß, Adam.

 
  • Verfasst von Michael Nast

Großstadtkolumne | Willkommen im Frühling

Am Samstagnachmittag habe ich meinen Bekannten Christoph auf ein Frühlingsfest begleitet.  Eigentlich wäre es eine Mischung aus Frühlings- und Geburtstagsfest, hatte mir Christoph erklärt. Mir war aufgefallen, dass er konsequent das Wort Fest benutzte, als er mir vorschlug, ihn zu begleiten. Wir würden uns also aus der Welt der Partys in die Welt der Feste bewegen, was vielleicht auch daran lag, dass dieses Frühlings-Geburtstagsfest in Charlottenburg stattfand. Offen gestanden war ich mir nicht sicher, ob das ein gutes Zeichen war.

Ich sagte sofort zu.

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  • Verfasst von Michael Nast

Großstadtkolumne | Die Nacht der Nächte | Vorgelesen von Oliver Korittke

"Sie hießen Maren, Anja, Anna und Sandra. Die Namen Cindy, Mandy, Chantal und Sandy hätten allerdings auch irgendwie gepasst. Als sie dann anfingen zu reden, passten diese sogar besser als ihre wirklichen Namen."

Der Text Die Nacht der Nächte aus Der bessere Berliner - wunderbar vorgelesen von Oliver Korittke.

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  • Verfasst von Michael Nast

Großstadtkolumne | Thomas Gottschalk und ich

Wenn man in Berlin lebt, wird man häufig eingeladen – auf Partys, Bar-, Galerie- oder Cluberöffnungen, auf Filmpremieren oder auf Veranstaltungen im Rahmen der Fashion-Week und der Berlinale. Diese Einladungen haben etwas Verführerisches. Mit Plätzen auf Gästelisten, Zugang zu VIP-Bereichen und der Möglichkeit, den ganzen Abend kostenlos zu trinken, vermitteln sie einem ja auch das Gefühl, irgendwie ausgewählt und damit etwas Besonderes zu sein. Obwohl man es natürlich besser weiß, ist es gar nicht so leicht, sich diesem Gefühl zu entziehen. 

Inzwischen weiß ich, dass es nicht vorteilhaft sein muss, wenn einem die Bar geöffnet wird. Man wird schnell maßlos. Eine Maßlosigkeit, die man bereut, wenn man nach am nächsten Tag in seinem Bett aufwacht, neben sich blickt und fassungslos feststellt, mit wem man da in den frühen Morgenstunden nach Hause gekommen ist. Und das diejenige ja jetzt auch weiß, wo man wohnt. .

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  • Verfasst von Michael Nast

Großstadtkolumne | Fuck me now and love me later

 Am Samstagabend saß ich gemeinsam mit dem Schauspieler Frederick Lau in der Neuen Odessa Bar in der Torstraße. Wir schwiegen. Inzwischen schon seit zehn Minuten. Und das hatte gute Gründe. .

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  • Verfasst von Michael Nast

Großstadtkolumne | Glückliche Menschen in Berlin-Prenzlauer Berg

Am Samstagabend hatte ich das Gefühl, die Figur in einer Filmszene zu sein. Eine Art Russell Crowe in dem Film Ein gutes Jahr vielleicht. Das war kein unangenehmes Gefühl. Ich spürte, dass irgendwie gerade alles passte – die Kulisse, die Nebenfiguren und so wie es aussah, stimmten auch die Hauptcharaktere.

Die Hauptcharaktere waren Johanna und ich.

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  • Verfasst von Michael Nast

Großstadtkolumne | Zum Beispiel die Frage: Mit wie vielen Frauen hast du eigentlich schon geschlafen?

 

Es gibt Fragen, die klingen harmlos. Zunächst. Beispielsweise die: „Mit wie vielen Frauen hast du eigentlich schon geschlafen?“

Vor ziemlich genau einem Jahr wurde sie mir gestellt. Von Susanne. Es war eine lakonische Frage, unaufgeregt und nüchtern. Eine scheinbar harmlose Frage, die unter harmlosen Umständen gestellt wurde. Es ist jetzt wohl vorteilhaft, diese Umstände zu skizzieren, um die Wirkung von Susannes Frage ein wenig klarer zu umreißen.

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  • Verfasst von Michael Nast

Großstadtkolumne | Vom Suchen und Finden der Liebe (2)

Den ersten Teil der Kolumne findest du hier.

 

Ich blickte auf den Drink in meiner Hand und begriff, dass ich mich offenbar ebenfalls in einer Phase befand. Einer Phase, die von Frauen wie Judith repräsentiert wurde. Einer Phase, die ich wohl dringend definieren musste.

Ich könnte sie meine naive Phase nennen, dachte ich.

Ich blickte zu Judith und mir fiel auf, dass sie mich an Franziska erinnerte, die ich vor einigen Monaten im Berliner Club Weekend kennen gelernt habe, obwohl sie sich gar nicht so ähnlich sahen. Sie glichen sich eher als Ansatz. Franziska war nämlich ebenfalls ein Repräsentant meiner naiven Phase. Und auch unsere Begegnung hatte mit einem Lächeln begonnen. Ich war mir nicht sicher, aber vielleicht zeichnete sich da ein Muster ab. Franziska lächelte mir im Weekend so vertraut und herzlich zu, dass ich zuerst dachte, sie würde jemandem hinter mir zulächeln. Aber sie meinte mich. Sie hatte schöne Augen aber leider keinen Geschmack, was ihren Kleidungsstil betraf. Leider berlinerte sie auch sehr stark. Eigentlich zu stark, wie ich fand.

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  • Verfasst von Michael Nast

Großstadtkolumne | Vom Suchen und Finden der Liebe (1)

Es gibt diese Fehler, aus denen ich nicht lerne. Fehler, die ich trotz umfangreicher Erfahrungswerte immer wieder mache. Einer dieser Fehler ist beispielsweise die Annahme, dass es nicht unwahrscheinlich ist, im Berliner Nachtleben die Frau meines Lebens zu finden. Es ist eine naive Annahme, ich weiß. Natürlich finde ich sie nicht. Perfekte Frauen haben andere Dinge zu tun, als sich um sechs Uhr morgens in irgendwelchen Bars oder Clubs aufzuhalten und den nächsten Gin Tonic zu bestellen. Bessere Dinge. Und – um mich an dieser Stelle auch mal selbstkritisch zu hinterfragen – perfekten Männer geht es da sicherlich ähnlich.

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Nast und Korittke auf Lesetour: Bielefeld, Münster, Osnabrück

 
  • Dein Kommentar

Michael Nast gilt in Frankreichs Schulen als pädagogisch wertvoll

Gerade habe ich erfahren, dass meine Texte inzwischen auch in französischen Schulbüchern (!) vertreten sind und französische Schüler im Deutsch-Unterricht meine Texte analysieren, interpretieren und diskutieren. Das freut mich sehr und euch möchte ich es natürlich nicht vorenthalten - vor allem die Anweisungen, nach denen die Schüler mit dem Text arbeiten sollen, sind herrlich! :)

 
 
 

Berlin-Kreuzberg Rule Nr. Five vs "Der bessere Berliner"

Kreuzberg Regel Nr. 5: "Never talk to the boys sitting in front of Core Tex"... etwas umfangreicher nachzulesen in "Der bessere Berliner" (ab Seite 117)... ;-)

 

Interview: Michael Nast – Autor “Der bessere Berliner” (Teil 1)

 

Die Redaktion des Helle Seiten Blogs traf sich mit dem Autor Michael Nast (“Der bessere Berliner”) und unterhielt sich mit ihm über Berlin, Zugezogene, seine Arbeit an einem neuen Buch und die philosphische Bedeutung von “Geheimtipps”. Gefilmt wurde hoch überm Alexanderplatz im Club “Weekend” in Berlin.

 

 

"Der bessere Berliner" wird jetzt auch in Kanada gelesen!

Schön, dass "Der bessere Berliner" inzwischen auch in Kanada besprochen wird, obwohl es noch nicht einmal eine englische Übersetzung gibt.

Das freut mich doch sehr!

Hier geht's zum Artikel auf Suites Culturelles

 

Der bessere Berliner - Großstadtgeschichten

Oliver Korittke über Michael Nast und dessen Buch "Der bessere Berliner"

Michael Nast erzählt vom Leben in der Großstadt, von ersten Dates und Exfreundinnen, von alten Bekannten und neuen Bekanntschaften in Zeiten von MySpace und Facebook. Von Momenten, in denen man sich einsam fühlt, obwohl man unter vielen Menschen ist. Sein Umfeld beobachtet er dabei mit einem ausgeprägten Gefühl für die nur scheinbar unerheblichen Situationen des Alltags, die oftmals den wesentlichen Unterschied ausmachen und so viel mehr über unser Leben aussagen. Nasts Großstadtgeschichten sind kleine gesellschaftliche Skizzen, mal melancholisch, mal amüsant und immer in dem unverwechselbaren Ton, der ihn zu einem der meistgelesenen Blogger Deutschlands gemacht hat.

rororo
Taschenbuch, 224 S.
8,95 €
978-3-499-62450-6

 
  • Verfasst von Michael Nast

Großstadtkolumne | "Ich nehm auch die Hässlichere"

Es ist schon erstaunlich, wie unterschiedlich beispielsweise Gespräche von den jeweiligen Gesprächspartnern wahrgenommen werden können. Das veranschaulicht ein bemerkenswerter Satz, der auf meiner letzten Geburtstagsfeier fiel. Diese eindrucksvollen Worte waren die abschließende Bemerkung der zweistündigen Unterhaltung zwischen Hendrik und Johanna, die sich, obwohl ich die beiden seit Jahren kenne, an diesem Abend zum ersten Mal begegnet waren. Das lag daran, dass sie eigentlich zu zwei einander ausschließenden Bekanntenkreisen gehören.

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michaelnast.com ist online!

Nach nicht wenigen entbehrungsreichen Arbeitswochen ist michaelnast.com jetzt endlich und hochoffiziell online! – und zwar mit Videos, Radiomitschnitten, Fotos, positiven, konstruktiven und auch teilweise herrlich negativen Pressekritiken (die wir einfach aufnehmen mussten!) – und natürlich mit Texten – zum Lesen, Hören und Ansehen. Also ein äußerst individualisiertes Nutzererlebnis, wie Facebook es wohl formulieren würde ;-)

Viel Spaß beim Ansehen, Hören und Reinlesen!

Michael

 

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