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  • 16. Mai 2012
    Berlin

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Freunde

berlinerverhältnisse
MC Rene

 

  • Verfasst von Michael Nast

Jeden Montag ein Stück Berlin

Für viele ist es mittlerweile ein Pflichttermin - jeden Montag: Auf MySpace den Blog von Michael Nast lesen. Seine Großstadtkolumnen mit Momentaufnahmen aus dem Singledasein begeistern regelmäßig zehntausende Fans. Jetzt sind die Kurzgeschichten als Hörbuch erschienen.

Dass ihn sein Verlag als Kult-Autor feiert, liegt wohl in der Natur der Sache, doch können Klickzahlen lügen? Michael Nast gilt als der bekannteste deutsche MySpace-Blogger, seine Lesungen locken mit schöner Regelmäßigkeit Hunderte Nast-Jünger an. Wohl auch, weil sich so viele in seinen Geschichten wiederfinden: Mal nett, mal zynisch, cool und spießig, witzig und tragisch, mal gut, mal böse - genüsslich verbindet der 33-jährige Berliner Nast die vermeindlichen Gegensätze.

Großstadtkolumnen zwischen Realität und Fiktion

Seine Geschichten von Berliner Nächten und Beziehungsstress, von Werbeagenturen und Ossi-Wessi-Konflikten, von Ikea-Erlebnissen und Astrologen-Trash hat er jetzt mit dem Schauspieler Oliver Korittke für das Hörbuch "Berliner Schule" gelesen und aufgenommen. 70 Minuten, in denen Nast wie gewohnt und gekonnt Realität und Fiktion vermischt. Die beiden Freunde - das beweist der Video-Trailer zur "Berliner Schule" auf Nast's MySpace-Seite - haben sichtlich Spaß an der gemeinsamen Inszenierung der nett-bösen Kolumnen, die sie mit leichter Ironie und wechselnden Sprechstilen interpretieren.

Immer auf der Suche nach dem "wahren Leben"

Nast jedenfalls, der in verschiedenen Werbeagenturen gearbeitet, selbst eine Kommunikationsagentur und zwei Plattenlabels gegründet und den Roman "Tugenden und Laster" verfasst hat, bleibt weiter dran am "wahren Leben", immer auf der Suche nach den richtigen Worten für seine Berliner Momentaufnahmen. Und seine Fans warten weiter auf den nächsten Montag. Die Meldung, eine Verfilmung der Großstadtkolumnen mit Oliver Korittke in der Hauptrolle sei in Planung, ist zusätzliche Hoffnung - auch wenn's wohl nur 'ne Ente zur Promotion der deutschlandweiten Lesetour war...

Zum Artikel auf Berliner Akzente Online